
Irgendwie brauche ich immer mal wieder ein bisschen Blog Abstinenz... aber ich hätte selbst nicht genau gewusst, was ich schreiben soll.
Irgendwie bin ich gestern im Gespräch mit einer Freundin auf die Frage gestoßen wie viel persönliche Freiheit man für die Liebe, für eine Beziehung, für ein Heim aufgibt. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass man eigentlich nichts aufgibt sondern eher eintauscht. Single-Frauen haben dazu natürlich - hatte ich auch - eine völlig andere Einstellung. Aber die Sache ist die, gebe ich etwas auf wenn ich einen Partner habe, mit ihm zusammenlebe und das auch genieße oder gewinne ich nicht wertvolles dazu?
Die ganze Medaille hat natürlich prinzipiell schon zwei Seiten, aber fangen wir doch mal mit der Single Seite an:
Natürlich wünscht man sich als Singe einen verlässlichen, ehrlichen Partner der einem treu ergeben ist. Andererseits ist man nicht bereit seine persönlichen Freiheiten aufzugeben.
Freiheiten wie z.B.:
1. mit Freunden treffen wann und wo und vor allem wie lange man möchte
2. weggehen wann ich will
3. allein sein wenn ich Lust auf alleine sein habe
4. spontan Dinge unternehmen, nach Timbuktu zu fliegen, wenn mir danach ist
5. flirten, wann, wo, wie lang und auch mit wem ich möchte
6. generell die Freiheit meine Freizeit so zu gestalten wie es mir beliebt - ohne Kompromisse
Einen Partner jedoch wünscht sich jeder Single z.B. um
- Geborgenheit zu fühlen
- Wärme, Herzlichkeit, Liebe zu bekommen
- natürlich ausreichend Sex zu haben
- eine Schulter zum Anlehnen
- jemandem zum lachen, weinen, Leben teilen
Nun ja, die Frage stellt sich zwangsläufig ob man obiges aufgibt oder zweiteres dazu gewinnt. Seit ich meine eine wahre Liebe gefunden habe, weiss ich, ich habe nichts aufgegeben sondern sehr viel dazugewonnen. Um das zu untermauern möchte ich einfach kurz Stellung zu genannten Argumenten liefern:
1. kann ich heute noch, alles was dazu kommt ist eine kurze SMS an meinen Partner wenn es später wird und da ist weder ein Aufwand noch schwirig oder gar nervig.
2. kann ich ebenfalls heute noch. Nur das es mir mittlerweile lieber ist wenn er dabei ist. Wenn er nicht kann, kommt er mich auch um 5h morgens noch abholen :)
3. deshalb haben wir eine 3 Zimmer Wohnung. Jeder kann sich auch mal verziehen, wenn er es möchte
4. gut die einzige Einschränkung. Wobei auch das nur eine Auslegungssache ist. Denn wenn ich zu etwas spontan Lust habe wird er mir den Gefallen tun und umgekehrt genauso. Und wenn ich mit Freunden verreisen oder wegfahren will, wünscht er mir viel Spass.
5.solange ich nicht vor seiner Nase flirte, kann ich das nach wie vor tun (minimale Einschränkung). Wobei ehrlich gesagt, ich seither nicht einmal das annähere Bedürfnis hatte zu flirten.
6. Eine Partnerschaft besteht vor allem in der gemeinsamen Freizeit aus Kompromissen, aber diese Kompromisse schließt man gerne.
Zusätzlich dazu habe ich auch noch das Privileg dazugewonnen, tauglich mit dem Mann aufzuwachen und einzuschlafen den ich liebe und der auch mich über alles liebt. Jede Sekunde, die ich möchte mit dem Menschen zu verbringen, mit dem ich alt werden möchte, Kinder haben möchte, mein Leben gestalten möchte.
Also ja, man kann lieben und gleichzeitig leben, man kann auch währenddessen atmen und frei sein. Das schönste am Leben ist doch genau das... die Liebe... und das ist definitiv kompromisslos.